16.02.2006

NLZ

Knatsch mit SonntagsZeitung wegen Anzeige

Werbewirksamkeitsstudie angeblich nicht korrekt.

Ein ganzseitiges Inserat der Neuen Luzerner Zeitung (NLZ) in "persönlich rot" und der Werbewoche sorgt bei der SonntagsZeitung für Unmut. Anhand des Anzeigensujets für den Jogurtdrink "Evolus" von Emmi vergleicht die NLZ ihre Werbewirkung mit der SonntagsZeitung (SZ). Die NLZ behauptet dabei, für die getestete Emmi-Anzeige im befragten Gebiet eine Bekanntheit von 13 Prozent auszuweisen, während die SZ gerade mal 7 Prozent erreiche (ungestützte Erinnerung).

Die SonntagsZeitung widerspricht dem: Die vom Marktforschungsinstitut Demoscope errechnete doppelte Beachtung basiert laut SZ auf einer unkorrekten Datenbasis. Denn würde als Basis die Zahl der total befragten Personen aufgeführt, sähe das Resultat laut SZ anders aus: Die NLZ käme auf 1.8 Prozent (9 Personen) und die SZ auf 1.4 Prozent (7 Personen). Überdies hält die SonntagsZeitung die Kernaussage aufgrund von erheblichen Mängeln im Studiendesign für nicht haltbar. Die Aussage, doppelt so viele NLZ-Leser würden sich an das Emmi-Inserat erinnern, entspricht laut SonntagsZeitung nicht den Tatsachen.

Die SonntagsZeitung fordert die NLZ auf, aufgrund der ihrer Ansicht nach falschen Datenbasis auf die Verbreitung des Inserates und der Werbebroschüren zu verzichten, wie Caroline Thoma, Verlagsleiterin der SonntagsZeitung gegenüber "persoenlich.com" ausführt. "Uns geht es darum, dass man den Sachverhalt richtig darstellt." Gegen die vergleichende Gegenüberstellung im Sinne der Transparenz hat Thoma grundsätzlich nichts einzuwenden und findet sie im Gegenteil sinnvoll.


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