23.11.2003

SF DRS

Knatsch zwischen Schellenberg und Deltenre?

Wahl des Kulturchefs verschoben.

Am Leutenschbach scheint ein "kalter Krieg" zu toben. Dies schreibt zumindest die SonntagsZeitung in ihrer aktuellen Ausgabe. Bei den beiden kriegsführenden Parteien handelt es sich dabei um den scheidenden Fernsehdirektor Peter Schellenberg und seine Nachfolgerin Ingrid Deltenre. Der Streitpunkt: die Wahl des neuen Kulturchefs, die "Schälli" noch vor seinem Abgang durchdrücken wollte und die gemäss SoZ vergangene Woche auf Initiative von Deltenre sistiert und auf nächstes Jahr verschoben wurde.

Die Wirren um die Wahl des Nachfolgers von Iso Camartin offenbarten den seit Deltenres Betriebseintritt im September schwelenden Konflikt, wie die SoZ weiter schreibt. Zwischen dem 63-jährigen Schellenberg und der um zwanzig Jahre jüngeren Deltenre bestünden grosse Differenzen in Bezug auf die Ausrichtung und Organisation des Betriebs.

Von der neuen SF DRS-Direktorin geplant ist gemäss SoZ ein Umbau in der Kultur und in der Unterhaltung mit grossen Auswirkungen auf den von Schellenberg entworfenen Sende-Taktfahrplan. Erwartet würden unter anderem rigorose Änderungen am Sonntagabend.

Der Posten von Programmdirektor und Schellenberg-Intimus Adrian Marthaler stehe laut Insidern zur Diskussion. Peter Schellenberg hatte den Job für Marthaler 1999 neu geschaffen.

Weiter wolle Deltenre kostengünstiger produzieren, notfalls ausserhalb des SRG-Produktionszentrums TPC, schreibt die SoZ, und beruft sich auf "mehrere Kaderleute". Schellenberg ist noch bis April 2004 Verwaltungsratspräsident des TPC und in dieser Funktion darauf bedacht, dieses möglichst auszulasten.


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