Die Kündigungen sind ausgesprochen: Noch vor der offiziellen Bekanntmachung aus dem Hause Ringier, kommentierte die Mediengewerkschaft Comedia am Dienstagnachmittag die im Zuge des Newsroom-Projekts der "Blick"-Gruppe getätigten Entlassungen.
Der Verlag entlässt im Rahmen der Einführung des Newsrooms 25 Personen. Insgesamt sind wegen Pensenreduktionen, Frühpensionierungen usw. gar 44 Personen von den Umstrukturierungen negativ betroffen. Davon sind ein Drittel JournalistInnen, zwei Drittel entfallen auf technisches Redaktionspersonal. Der Abbau wird durch einen Sozialplan aufgefangen.
Ringier hat immer betont, dass der Newsroom kein Sparprojekt sei. Entsprechend selbstverständlich sollte laut Comedia ein umfassender und fairer Sozialplan sein. Zudem müssen die Angestellten, die in Zukunft im Newsroom arbeiten werden, eine gründliche Schulung in ihr neues Arbeitsinstrument erhalten, betont die Gewerkschaft. Ansonsten könne die Qualität der Publikationen nicht gewährleistet werden. Auch wenn die Angestellten in Zukunft laut Ringier in einer "News-Factory" arbeiten werden, darf keine journalistische Fliessbandarbeit entstehen, so die Comedia weiter.
Comedia will die Angestellten und die PKO von Ringier in jeder Hinsicht unterstützen.

