25.01.2004

"10vor10"

Kritik wegen Vermummten-Bilder

Ombudsmann und Publikumsrat werden aktiv.

Ein "10vor10"-Bericht über vermummte militante Gegner des World Economic Forum (WEF), die zur Gewalt aufriefen, hat den DRS-Ombudsmann Otto Schoch auf den Plan gerufen. Wie die SonntagsZeitung vermeldet, seien drei schriftliche Beanstandungen bei ihm eingegangen, mit der Konsequenz, dass Schoch die TV-Verantwortlichen zu einer Stellungnahme aufgefordert habe. Fraglich ist gemäss SoZ, ob SF DRS mit der Übertragung der "Vermummten-Konferenz" die Konzessionsvorgaben "Sachgerechtigkeit und Ausgewogenheit" verletzt habe. Ende Februar will Schoch seine Ergebnisse SF DRS vorlegen.

Bei SF DRS verteidigt man den "10vor10"-Bericht. Chefredaktor Ueli Haldimann gegenüber der SoZ: "Die Szene mit den Vermummten war genügend eingebettet." Dem Bündner Polizeidirektor habe man etwa gleich viel Redezeit eingeräumt wie den Aktivisten. Die Redaktion habe darauf geachtet, dass kein Gewaltaufruf verbreitet werde: "Die Vermummten haben angekündigt, dass sie demonstrieren wollen. Das war eine Ankündigung, kein Aufruf."


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