Der Brückenbauer wird ab Mai 2004 neu Migros-Magazin heissen. Mit der Umbennenung geht eine inhaltliche Neuorientierung einher: Weniger Prominente und dafür mehr Artikel mit Service-Charakter, heisst die Devise.
In den vergangenen Jahren habe der Brückenbauer in erster Linie Prominente aufs Titelblatt gebracht, sagte Migros-Sprecherin Monica Glisenti zu einem Artikel der NZZ am Sonntag. Dies könne jedoch nicht die Rolle der Zeitung sein. Die Schweizer Illustrierte mache dies bereits sehr gut. Stattdessen will das Blatt inskünftig jüngere Familien und die Migros-Kundschaft gezielt ansprechen. Dazu soll ein Hauptgewicht auf Artikel mit Service-Charakter gelegt werden. "Dieser Aspekt soll inskünftig viel konsequenter herausgehoben werden", sagte Glisenti weiter.
Deutschschweiz und Romandie betroffen
Von der Neuausrichtung betroffen sind die deutsch- und die französischsprachige Ausgabe der Migros-Zeitung. Auch in der Romandie geht die Neuorientierung mit einer Namensänderung einher: Aus Construire wird hier das Magazine Migros. Die Tessiner Ausgabe Azione war hingegen erst vor kurzem einem Relaunch unterzogen worden. Hier gibt es deshalb vorerst keine erneuten Änderungen.
Durchgehend vierfarbig
In den deutsch- und französischsprachigen Ausgaben wird dagegen vieles umgekrempelt. Zum neuen Namen gesellt sich auch ein optischer Neuauftritt: Das neue Migros-Magazin soll durchgehend vierfarbig gedruckt werden, eine klare Struktur und Bildsprache aufweisen und die Leserschaft gut führen. Inhaltlich soll ein hoher Wert auf den Leserservice gelegt werden. Mögliche Themen dazu können gemäss Glisenti aus den Bereichen Kultur, Tourismus oder Essen kommen. Aber auch volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Themen sollen weiter Eingang in die Migros-Zeitung finden.
Gerade aber Politik und Wirtschaft sollen so vermittelt werden, dass sie für eine breite Leserschaft nachvollziehbar sind. Landwirtschaftspolitik interessiere kaum jemanden, nennt Glisenti ein Beispiel. Illustriere man aber die Folgen -- etwa die Auswirkung auf die Preise der Produkte -- so könne man auch damit Leute ansprechen. Das neue Migros-Magazin soll ausserdem inhaltlich mit der konzerneigenen Kochzeitschrift Saisonküche und dem Internetportal verknüpft werden. Die Erfahrungen der telefonischen Beratung M-Infoline sollen ebenfalls ins Blatt einfliessen.
Coop-Zeitung mit neuem Layout

