29.08.2005

Bild am Sonntag

Lafontaine klagt gegen Zeitung

Kampagne hat "jedes vertretbare Mass" überschritten.

Laut Informationen des Parteisprechers Hendrik Thalheim, wolle Oskar Lafontaine, Spitzenkandidat der Linkspartei, gegen den Vorwurf der "Bild am Sonntag", er habe gelogen, rechtlich vorgehen. Dies meldet die Netzeitung (NZ).

Der frühere SPD-Vorsitzende sei ausserdem der Meinung, die Kampagne, die die "Bild am Sonntag" gegen die Linkspartei und gegen seine Person führe, habe "jedes vertretbare Mass" überschritten, so die NZ weiter.

Ein von Pressemitarbeiteren und von Leuten seiner eigenen Partei gezeichnetes Bild Lafontaines als "Luxuslinker" entzündete den Konflikt zwischen dem Politiker und der Zeitung. Die "Bild am Sonntag" gab als Grund für die Zeichnung an, Lafontaine habe für einen Auftritt beim "Bild-am-Sonntag"-Wählerforum an der Saarschleife einen Privatjet verlangt. Und dies nur, um am selben Tag wieder in die Ferien auf Mallorca zurückkehren zu können.

Die "Bild am Sonntag" reagierte darauf mit der Schlagzeile: "Privatjet-Affäre -- Lafontaine lügt". Im dazugehörenden Text beschreibt die Zeitung detailgetreu Verhandlungen zwischen ihr und dem Politiker. Unter anderem hätte sie ihm Möglichkeiten angeboten, am selben Tag wieder nach Mallorca zurückzukehren, aber diesem sei das zu kompliziert gewesen zu sein, woraufhin er einen Privatjet-Beförderung hin und zurück gefordert habe. Nach Angaben der "Bild am Sonntag" koste dies aber später, es koste 17500 Euro, wie die NZ meldet.


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