Der Jean Dumur-Preis 2003 geht an den Westschweizer Journalisten Alain Campiotti. Der USA-Korrespondent der Zeitung Le Temps wird damit für "seine Unabhängigkeit und sein Talent" ausgezeichnet. Die Übergabe des mit 5000 Franken dotierten Preises fand am Freitag in Anwesenheit von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in Lausanne statt. Die Jury hat "einen Kollegen ausgewählt, welcher in den vergangenen Jahren die Westschweizer Presse massgeblich mitprägte", teilten die "Freunde von Jean Dumur" am Freitag mit.
Der 60-jährige Alain Campiotti begann seine journalistische Karriere 1969 beim Feuille d'Avis de Lausanne dem späteren 24 Heures. Er war als Berichterstatter im Libanon, in Algerien, Indien und Kambodscha. 1982 wurde er als einer der ersten Korrespondenten der Westschweiz nach China entsandt. Ab 1985 war er für das Magazin L'Hebdo tätig. Weitere Stationen in seiner Laufbahn waren Le Nouveau Quotidien und Le Temps, wo er bis im Jahr 2000 als stellvertretender Chefredaktor wirkte. Seit drei Jahren ist Campiotti für Le Temps USA-Korrespondent.

