10.01.2010

Südostschweiz Medien

Lebrument droht mit Einstellung zweier Tageszeitungen

Baldiges Aus für "Bündner Tagblatt" und "La Quotidiana"?

Im Streit um eine Konzession für sein Radio Grischa setzt Verleger Hanspeter Lebrument Druck auf: Er droht mit der Einstellung der Tageszeitungen "Bündner Tagblatt" und "La Quotidiana", sollte das Bakom feststellen, dass die Südostschweiz Medien über eine missbräuchliche marktbeherrschende Stellung verfügen. Nach einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom Dezember muss das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Konzessionsvergabe unter anderem für Radio Grischa neu überprüfen. Untersucht werden soll vor allem, ob die berücksichtigen Bewerber die Meinungs- und Angebotsvielfalt gefährden.

In seinen Erwägungen hatte das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, dass die Südostschweiz Medien über zu viele Tageszeitungen verfügen. Nun erwägt Lebrument, die beiden Tageszeitungen zu verkaufen, wie die "Südostschweiz am Sonntag" schreibt. Faktisch rechne der Verleger gar mit der Einstellung der beiden Tageszeitungen, weil es schwer sein werde, eine neue Trägerschaft zu finden. Intern werde bereits die Planung eines Eintitel-Systems an die Hand genommen. Mit dem Schritt will Lebrument sicherstellen, dass Radio Grischa vom Bund die Konzession erhält und weiterbetrieben werden kann.


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