Die Lobby der Musikindustrie fährt auch in der Schweiz schweres Geschütz gegen Raubkopierer auf. Wer Tauschbörsen im Internet benutzt, erhält seit heute Donnerstag von der IFPI, der Interessenvertretung der Musikwirtschaft in der Schweiz, eine letzte Warnung. Dazu startet ein Grossversand so genannter "Instant Messages". Diese Nachrichten öffnen sich automatisch am Bildschirm von Internet-Benutzern, wenn sie zum Raubkopieren von Musik eine Tauschbörse im Internet aufsuchen.
Damit will die IFPI Raubkopierer direkt ansprechen und über den Schutz des geistigen Eigentums sowie über die möglichen Folgen einer Urheberrechtsverletzung -- Strafen und Schadenersatz -- informieren. "Die Instant-Messages sind die letzte Warnung, bevor gegen Raubkopierer von Musikfiles im Internet konsequent durchgegriffen wird" droht die Lobby. Mitte November 2005 sollen dazu im Rahmen von Pressekonferenzen der IFPI Schweiz nähere Informationen folgen. Immerhin: "Wer jetzt mit dem Raubkopieren definitiv aufhört, vermeidet rechtliche Konsequenzen ab Mitte November 2005", verspricht die IFPI.

