13.11.2019

WOZ

Linke Wochenzeitung darf nicht ans WEF

Das Weltwirtschaftsforum bevorzuge jene Medien, mit denen es auch unter dem Jahr «zusammenarbeite».

Die «Wochenzeitung WOZ» erhält keinen Zutritt ans World Economic Forum, das vom 21. bis 24. Januar 2020 in Davos stattfindet. Als Grund werde der Akkreditierungsschluss Ende Oktober genannt, obwohl die Zeitung ihre Anfrage vor dem Ende dieser Frist eingereicht habe. «Das WEF bevorzuge zudem jene Medien, mit denen es auch das Jahr über ‹zusammenarbeitet›, so die schriftliche Begründung», schreibt die WOZ und bezeichnet diese «willkürliche» Auswahl als «skandalös».

«Medien wie die NZZ, die das WEF artig protokollieren, werden hofiert, kritischere Stimmen wie die WOZ werden abgestraft», heisst es im Artikel weiter. Die WOZ habe vom WEF verlangt, den Entscheid zu revidieren.

Schon 2012 erhielt die WOZ keinen Zutritt ans WEF. Damals wurde der «zunehmende mediale Andrang» als Grund genannt (persoenlich.com berichtete). (cbe)



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Kommentare

  • Victor Brunner, 14.11.2019 07:33 Uhr
    Pressefreihheit und Berichterstattung nicht akzeptieren, aber Steuergelder abkassieren geht nicht. Ein Machtwort des Bundesrates oder der Bündner Behörden wäre angebracht! Die werden aber gar nichts sagen dafür lächelnd mit dem alten Schwob ablichten lassen, BR Maurer wollte dem Herrn sogar die Schweizer Staatsbürgerschaft ehrenhalber zugestehen, obwohl der scheinbar wenig Ahnung hat von Demokratie und 4. Gewalt!
  • Julian Stauffer, 14.11.2019 08:38 Uhr
    Tja, das ist dann wohl die Diktatur des Kapitals… Peinlich. Äusserst Peinlich
  • gretener adam, 14.11.2019 09:06 Uhr
    Rechtstaatlich absolut unhaltbar. Die Presse hat eine übergeordnete Funktion und muss, ja muss, unmissverständlich zugelassen werden.

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