Lotti Latrous ist "Schweizerin des Jahres". Im Rahmen der "SwissAward -- Millionen-Gala" in der St. Jakobshalle Basel erhielt die Gründerin eines Sterbehospizes in Abidjan am Samstagabend die meisten Stimmen des TV-Publikums. Der Titel wurde zum dritten Mal verliehen und ging zum ersten Mal an eine Frau. Im vergangen Jahr war der Tennisspieler Roger Federer zum Schweizer des Jahres gewählt worden, im Vorjahr der Kinderarzt und Musiker Beat Richner.
Lotti Latrous kämpfe in den Elendsvierteln von Abidjan für die Ärmsten der Armen und schenke in ihrem Sterbehospiz den aidskranken Kindern und Müttern Würde und Liebe, heisst es in einer Dokumentation des Schweizer Fernsehens. Latrous siegte vor der Schauspielerin und Komödiantin Birgit Steinegger.
18 Nominierte zur Auswahl
"SwissAward" ist eine Veranstaltung von SF DRS, SwissLos und Blick in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Schweizer oder Schweizerin des Jahres können alle werden, die von der Jury für einen "SwissAward" nominiert wurden. Es sind dies 18 Personen, je drei aus den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft, Showbusiness, Sport und Gesellschaft. Eine Person pro Kategorie wird mit dem "SwissAward" ausgezeichnet. Das TV-Publikum kann dabei nicht mitreden.
Mia Aegerter und Jean Ziegler
In der Kategorie "Showbusiness" konnte die Sängerin Mia Aegerter die Auszeichnung entgegen nehmen, in der Kategorie "Kultur" der Schauspieler Bruno Ganz. Den "SwissAward" der Kategorie "Wirtschaft" erhielt die Baslerin Beatrice Weder die Mauro, die dem Sachverständigenrat der deutschen Regierung angehört. In der Kategorie "Gesellschaft" wurde der Infektiologe und Aids-Spezialist Ruedi Lüthy ausgezeichnet. Der Degenfechter Marcel Fischer, der an den olympischen Spielen die Goldmedaille holte, erhielt den "SwissAward" der Kategorie "Sport", und Jean Ziegler, Genfer Sozialdemokrat und UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, jenen der Kategorie "Politik".
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