07.05.2010

"Washington Post"

Magazin "Newsweek" soll abgestossen werden

Weitere Verluste eingefahren.

Die "Washington Post" sucht einen Käufer für das defizitäre Nachrichtenmagazin "Newsweek". Trotz "heroischer Anstrengungen" von Redaktion und Managament konnten die Verluste des traditionsreichen Magazins nicht gestoppt werden. In den Jahren 2007 bis 2009 fuhr "Newsweek" Rekordverluste ein, wie der Vorstandsvorsitzende der "Washington Post", Donald Graham, am Mittwoch erklärte. Auch für 2010 wird ein Minus erwartet. Allein im vergangenen Jahr brachen die Anzeigenerlöse bei "Newsweek" um 37 Prozent ein.

Im gegenwärtigen Geschäftsklima dürfte "Newsweek" anderswo besser aufgehoben sein, wie Graham erklärte. Das Magazin war 1933 gegründet worden, seit 1961 befindet es sich in Besitz der "Washington Post". Deren Zeitschriftensparte, zu der neben "Newsweek" noch andere Magazine zählen, fuhr 2009 einen Verlust von 29,3 Millionen Dollar ein. Wie andere Zeitschriften leidet auch "Newsweek" unter einer Abwanderung der Leser zu kostenlosen Internet-Medien, sinkenden Anzeigenerlösen und einer stetig abnehmenden Auflage. Im Jahr 2009 sank die Auflage um 15 Prozent auf rund 2,3 Millionen Exemplare.

Auch das Mutterunternehmen "Washington Post" ist angeschlagen und verhängte 2009 einen drastischen Sanierungsplan. Es trennte sich von mehreren hundert Mitarbeitern. (sda)


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