26.01.2009

"Tagi"

Markus Rohr sorgt vor Stellenantritt für Gesprächsstoff

Lebensläufe von sämtlichen Mitarbeitern verlangt.

Im April wird Markus Rohr neuer Teamchef des "Tages-Anzeiger"-Regionalsplits Zürcher Unterland. Das bisherige Mitglieder der "Blick"-Chefredaktion übernimmt damit die Stelle von Peter Früh, der das Blatt bereits im September 2008 verlassen hat. Nun hat Rohr bereits vor seinem Amtsantritt die Redaktion in Aufregung versetzt. Er hat von allen Mitarbeitern die Lebensläufe verlangt, um seine künftigen Kollegen besser kennen zu lernen.

Wie "persoenlich.com" erfahren hat, gibt es Redaktions-intern Zweifel an der offiziellen Begründung. Man befürchtet, es könnte bei der Splitausgabe der Rotstift angesetzt werden und es komme zu Entlassungen. Wilde Spekulationen gehen sogar soweit, dass man in Rohr den neuen Mann für das Grobe sieht, der bei den Regionalsplits nun prüfen solle, wo Geld gespart werden könne.

Verwaltungspräsident Pietro Supino erklärte in der Hauszeitung "doppelpunkt" zwar, dass bei Tamedia keine allgemeinen Sparpakete in Verbindung mit einem grossen Stellenabbau verkündet werden. Gleichzeitig gab er aber zu, dass auch Tamedia unter der Wirtschaftskrise leide. Man wolle jedes Geschäft für sich betrachten und es nach Möglichkeit weiterentwickeln. Wo dies Einsparungen erfordere, werde Tamedia jeweils informieren, sobald eine seriöse Grundlage dafür gegeben sei.

Für den Tagi-Split Zürcher Unterland gibt Peter Hartmeier, Chefredaktor der Gesamtausgabe, aber Entwarnung. Gegenüber "persoenlich.com" räumt er zwar ein, dass Rohrs Massnahme mit den Lebensläufen vielleicht unüblich sei. Dahinter stecke aber tatsächlich nicht mehr, als die Absicht, sich ein Bild über das künftige Team zu verschaffen. Dass Rohr der neue Mann fürs Grobe sein soll, weist Hartmeier vehement zurück, das sei nun wirklich völlig falsch.


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