26.02.2009

"Spiegel"/"Focus"

Massive Anzeigenrückgänge

Wirtschaftskrise trifft Nachrichtenmagazine mit voller Wucht.

Nachrichtenmagazine haben in Deutschland einen schweren Stand. "Spiegel" und "Focus" trifft die Wirtschaftskrise mit voller Wucht. Beide Titel haben eine überwiegend männliche Leserschaft und einen besonders hohen Anteil an Werbekunden aus den Bereichen Automobil, Banken und Versicherungen – Branchen, denen es wegen derzeit gar nicht gut geht. Wie der Branchendienst Meedia schreibt, beziffern Insider die Buchungsrückgänge gegenüber dem Vorjahr im sogenannten Stichtagsvergleich auf minus 40 bis minus 50 Prozent. Im Rahmen des Hamburger Presseclubs spricht Spiegel-Geschäftsführer Ove Saffe Klartext: "Es wird viel schlimmer werden, als wir es uns bisher vorstellen können."

"Man hat dabei das Gefühl, dass wir, die Medien, wie aus einer Loge heraus das Geschehen in der Arena kommentieren", zitiert das "Hamburger Abendblatt" Saffe, "die Wahrheit ist aber: Wir sind mit auf dem Feld und selbst betroffen. Das ist die harte Realität." Zwar werden die Defizite am Ende des Jahres sicherlich nicht auf dem horrend hohen Niveau liegen wie derzeit. Die Experten rechnen für das Gesamtjahr bei den beiden Nachrichtenmagazinen mit Anzeigenverlusten zwischen 15 und mehr als 20 Prozent.


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