Beim staatlichen Radio Liechtenstein wird massiv gespart. Der Verwaltungsrat baut neun Stellen ab. Dabei kommt es auch zu Kündigungen. Zudem wird das Programm reduziert. Ab 2006 soll der Sender dafür schwarze Zahlen schreiben.
Die Sparmassnahmen wurden dem Staatssender vom Parlament, dem Landtag, bei der Abnahme der Jahresrechnung 2004 diktiert. Radio Liechtenstein wies einen Verlust von 368 000 Franken aus. Ohne den staatlichen Verlustbeitrag von 1,5 Millionen Franken hätte der Aufwandüberschuss fast 1,9 Millionen Franken betragen.
Der Verwaltungsrat hat gemäss einem Communiqué reagiert und ein Sparpaket geschnürt, das einen Stellenabbau von 700 Prozent vorsieht. Der Personalbestand von 27 Angestellten wird dadurch um einen Drittel oder neun Beschäftigte reduziert, wie VR-Präsident Seeger den liechtensteinischen Tageszeitungen gegenüber konkretisierte.
Fünf Kündigungen
Fünf Beschäftigte erhalten die Kündigung, erklärte Seeger, der für die Nachrichtengentur sda nicht erreichbar war. Betroffen vom Personalabbau sind sämtliche Abteilungen des Radios. Gespart wird überdies beim Programm.
Ab September werden die moderierten Sendungen abends um zwei Stunden gekürzt. Nach 18 Uhr ist auf dem Staatsradio bloss noch Musik zu hören. Weiter haben die Sparmassnahmen zur Folge, dass die Redaktion nicht mehr über alle Geschehnisse und Medienkonferenzen in Liechtenstein und der Region berichten wird.

