Die Mediengewerkschaften schlagen Alarm: Bei der Tageszeitung "Der Bund" könnte es zu einem Abbau von 15 Stellen in der Redaktion kommen. Chefredaktor Hanspeter Spörri sagte auf Anfrage: "Eine solche Massnahme steht nicht zur Diskussion".
Spörri sagte, es stimme, dass wegen sinkender Einnahmen eine bis anderthalb Millionen Franken eingespart werden müssten, wie dies der Journalistenverband impressum und die Mediengewerkschaft comedia am Donnerstag meldeten. Es treffe aber nicht zu, dass ein Viertel der Stellen in der Redaktion geopfert werden sollen.
Er sei über keine der zur Diskussion stehenden Sparvarianten glücklich, sagte Spörri. Die von den Gewerkschaften genannte werde nicht erwogen. Der Bund solle nämlich als journalistisch gemachte Qualitätszeitung erhalten bleiben.
Die Gewerkschaften befürchten, dass dies aus finanziellen Gründen in Frage gestellt ist. Sollte es beim Bund zu einer "existenzgefährdenden Rosskur" kommen, sei das vor zwei Jahren aus der Taufe gehobene Berner Modell mit zwei redaktionell unabhängigen Zeitungen unter einem Verlagsdach gefährdet.

