07.04.2009

China

Medienreform mit mehr privatwirtschaftlichem Einfluss geplant

Erstmals Status des privaten Verlegers vorgesehen.

Die chinesischen Behörden planen eine Reform der heimischen Medienlandschaft mit mehr privatwirtschaftlichem Einfluss. Zeitungen und Zeitschriften, die als "dem öffentlichen Interesse" dienend betrachtet würden, würden zu Reformen aufgefordert. Sie sollten aber nicht "der vollen Macht des Marktes" unterworfen werden, berichtete die englischsprachige Staatszeitung "China Daily" am Dienstag unter Berufung auf die chinesische Pressebehörde.

Die übrigen Blätter, die zumeist Institutionen des Staates oder der Kommunistischen Partei zugeordnet sind, sollten sich jedoch "mit den Ressourcen des Marktes" weiterentwickeln. Es sei eine Übergangszeit von ein bis zwei Jahren geplant.

Den neuen Grundsätzen zufolge soll es in der Volksrepublik erstmals den Status eines privaten Verlegers geben. Um international wettbewerbsfähig zu sein, würden in den kommenden drei bis fünf Jahren etwa sechs oder sieben Verlagshäuser gegründet, sagte ein leitender Mitarbeiter der Pressebehörde laut "China Daily". Diese hätten demnach einen voraussichtlichen Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden Yuan (1,65 Mrd. Franken). Ende 2007 erschienen in China 9500 Zeitschriften und 2000 Zeitungen. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen