Der deutsche Verlag Axel Springer hat bei der geplanten Übernahme der Mediengruppe ProSiebenSat.1 einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Medienaufsicht KEK hat den Kauf wie erwartet abgelehnt.
Der Verlag würde mit der Übernahme eine vorherrschende Meinungsmacht erlangen, erklärte die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) am Dienstag in Potsdam. Das Geschäft sei daher nicht genehmigungsfähig.
Die geplante Übernahme würde wegen der starken Position der ProSiebenSat1-Gruppe im deutschen Privat-Fernsehen in Kombination mit der "überragenden Stellung" von Springer bei der Tagespresse durch sein Flaggschiff "Bild"-Zeitung zu einer vorherrschenden Meinungsmacht des neuen Unternehmens führen, hiess es.
Die starke Position von ProSiebenSat.1 im privaten Fernsehen führe vor allem in Kombination mit der überragenden Stellung von Springer in der Tagespresse zu einem Meinungseinfluss, der einem Zuschaueranteil von über 42 Prozent im bundesweiten Fernsehen entspräche.

