23.01.2023

Marketagent Schweiz

Mehr Berichte über positive Ereignisse erwünscht

Die Mehrheit der Deutsch- und Westschweizer wünscht sich mehr Berichte über Ereignisse wie Durchbrüche in der Forschung oder positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Das geht aus einer Umfrage von Marketagent Schweiz hervor.
Marketagent Schweiz: Mehr Berichte über positive Ereignisse erwünscht
Die Medienberichterstattung sollte neutraler werden, finden 69 Prozent der Befragten. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Die Umfrage von Marketagent Schweiz, zeigt, wie Menschen in der Schweiz die derzeit mehrheitlich negative Berichterstattung empfinden und was sie sich grundsätzlich für die Medienberichterstattung wünschen. Die Ergebnisse der Umfrage liegen persoenlich.com exklusiv vor.

Eine Mehrheit von 80 Prozent der befragten Deutsch- und Westschweizer – vor allem Frauen (84 Prozent) – wünscht sich, dass positive Ereignisse wie etwa Durchbrüche in der Krebsforschung oder eine niedrige Arbeitslosenquote in der Medienberichterstattung hervorgehoben werden sollte.

Die Berichterstattung über negative Ereignisse wird von 66 Prozent der Bevölkerung – insbesondere Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer – als richtig und wichtig erachtet. Sie führt 65 Prozent vor Augen – ebenfalls vor allem Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer –, dass es ihnen vergleichsweise gut geht, auch wenn die negativen Schlagzeilen durchaus «Nervpotential» haben (56 Prozent).

49 Prozent finden jedoch, dass weniger über negative Ereignisse wie Inflation oder Krieg berichtet werden sollte. 51 Prozent macht die ständige negative Berichterstattung traurig oder ängstlich.

45 Prozent der Bevölkerung blenden negative Bachrichte bewusst aus beziehungsweise lesen möglichst wenig davon. Die negativen Aspekte des Nachrichten-Fokus in den Medien spüren offensichtlich vor allem Frauen. Sie sind signifikant genervter, werden eher traurig oder ängstlich durch die Medienberichterstattung und blenden sie deshalb öfter bewusst aus als Männer.

Drei Viertel (74 Prozent) fordern eine qualitativ bessere Medienberichterstattung (bessere Recherche, weniger Fehler, bessere Texte).

71 Prozent – am stärksten die Jungen zwischen 14 und 19 Jahren (81 Prozent) – finden, dass die Medienberichterstattung thematisch vielfältiger werden, also unterschiedlichere Themenfelder bearbeiten sollte.

69 Prozent finden, dass die Medienberichtserstattung insgesamt neutraler werden sollte, also weniger emotional oder politisch ausgerichtet.

58 Prozent fordern eine inklusivere Medienberichterstattung, die Minderheiten besser berücksichtigt und keine veralteten Stereotype verbreitet.

41 Prozent wünschen sich mehr Inhalte zur Belustigung / Ablenkung in den Medien.

Die repräsentative Umfrage wurde vom 4. bis und mit 12. Januar 2023 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1021 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 14 bis 74 Jahren. Die Umfrage wurde online über die «Marketagent.com Research Plattform» durchgeführt. Studienleitung: Martina Staub.

Marketagent.com Schweiz wurde 2009 als Beteiligungsgesellschaft der österreichischen Marketagent.com OnlineResearch GmbH und der Schweizer Kommunikationsagentur Contract Media gegründet. (pd/mj/cbe)



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