06.11.2009

Iran

Mehrere Journalisten nach Protesten festgenommen

ROG spricht von Verschlechterung der Situation für Medienleute.

Nach den Protesten gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Mittwoch sind in Teheran mehrere Journalisten festgenommen worden. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars berichtete am Freitag, vier Reporter seien in Haft genommen worden. Es handelte sich demnach um zwei Kanadier, einen Japaner und einen iranischen Mitarbeiter eines Fernsehsenders. Bereits am Donnerstag war bekanntgeworden, dass ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP in Teheran festgehalten wird. Der Mann war am Freitag weiter in Haft.

Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet von einer Verschlechterung der Situation von Medienmitarbeitern und Bloggern im Iran. In den vergangenen Tagen sei es zu weiteren Festnahmen von Journalisten und Internet-Dissidenten gekommen. "Die illegalen Festnahmen und Entführungen von Journalisten im Iran gehen weiter", teilte ROG am Freitag in Berlin mit. Mehr als 100 Medienmitarbeiter und Blogger seien seit dem 12. Juni, dem Tag der umstrittenen Präsidentschaftswahl, festgenommen worden. Mindestens 23 sind demnach immer noch hinter Gittern.

Journalisten, Fotografen und TV-Teams durften am Mittwoch nur von den staatlichen Feiern zum 30. Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft in Teheran berichten, nicht aber von den Protesten der Opposition wenige hundert Meter entfernt. (sda)


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