Der Medienkonzern Viacom hat seine bereits angekündigte Teilung in zwei unabhängige Unternehmen fixiert. Der Vorstand hat die Trennung in die zwei börsennotierten Unternehmen Viacom und CBS Corporation beschlossen, teilte der Konzern in einer Aussendung mit. Mit der Teilung macht Viacom die Fusion mit dem im Jahr 2000 übernommenen US-Sender CBS rückgängig, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Die Konzernteilung soll mit dem neuen Geschäftsjahr in Kraft treten.
"Manchmal ist Scheidung besser als Ehe", scherzte Viacom-CEO und Mehrheitseigentümer Sumner Redstone in einem Interview. Grund für die Scheidung sind die besseren Wachstumschancen für das neue Viacom ohne CBS. "Vor CBS waren wir das am schnellsten wachsende Medienunternehmen in der Welt", so Redstone.
Das neue Viacom wird aus den Kabelsendern (u.a. MTV, VH1, Nickelodeon, Comedy Central) und dem Hollywood-Studio Paramount Pictures bestehen. Zu CBS Corp gehören künftig neben den US-Sendern CBS und UPN auch die Radiokette Infinity Broadcasting, das Verlagshaus Simon & Schuster sowie einige andere Assets. So erhält CBS auch das Pay-TV Showtime, die TV-Produktion und die Paramount Parks.

