21.11.2021

Weihnachtsessen

Mit Corona hat man das Geschenk

Im letzten Jahr haben alle Medienhäuser die Weihnachtsfeiern absagen müssen – wegen der Pandemie. Was machen CH Media, NZZ, Ringier, TX Group und SRF im 2021? Klar ist: Die grossen Partys wurden gestrichen. Im Vorteil ist, wer schon immer im kleinen Stil feierte.
Weihnachtsessen: Mit Corona hat man das Geschenk
Auf die grossen Firmen-Weihnachtsfeiern muss wegen der anhaltenden Pandemie auch 2021 verzichtet werden. (Bild: Keystone/Peter Schneider)
von Christian Beck

Statt einer grossen, wilden Weihnachtsparty gibt es in diesem Jahr bei Ringier nur eine stille Nacht. Zwar waren eine Weihnachtsfeier für die Ringier AG und eine weitere Feier für Ringier Axel Springer Schweiz (Rasch) und Ringier Advertising geplant. Die Trennung in zwei Feiern erfolgte infolge der Corona-Lage. Doch: «Vorletzte Woche haben wir aufgrund der aktuellen Situation mit steigenden Inzidenzen diese Feiern abgesagt», sagt Ringier-Kommunikationschefin Johanna Walser auf Anfrage von persoenlich.com. Doch «O du fröhliche» kann dennoch angestimmt werden – einfach nur im kleinen Chörli. «Weihnachtsessen im kleineren Abteilungskreis können entlang unserer Corona-Policy stattfinden», so Walser.

Je nachdem, wie sich die Corona-Lage entwickelt, soll es als Ersatz für die grosse Christmas-Party im kommenden Jahr ein Frühlings- oder Sommerfest geben. Schon 2020 musste die Weihnachtsfeier von Ringier und den Schweizer Tochterunternehmen – samt der Verleihung der «Ringier Schweiz Awards» – aufgrund von Corona abgesagt werden. «Als kleines Ersatz-Dankeschön für das Geleistete haben wir für alle Mitarbeitenden weltweit Ende März 2021 das ‹Getting Closer | Ringier Home Edition Concert with Justin Jesso› als gestreamten Event stattfinden lassen», so Walser.

Die Blick-Gruppe und Rasch konnten zudem ihre traditionellen Sommerfeste mit kleiner Verspätung im September 2021 stattfinden lassen. Mitfeiern konnte, wer zu diesem Zeitpunkt doppelt geimpft war (persoenlich.com berichtete).

Weihnachtsumtrunk bei Tamedia

Die Weihnachtsfeiern bereits vorgezogen haben einige Teams bei Tamedia. «Bei Tamedia werden die Weihnachts- beziehungsweise Teamessen traditionellerweise individuell in den Bereichen organisiert. Mit Blick auf Corona haben sich einige bereits im Sommer und Herbst zu Teamevents getroffen», sagt Tamedia-Kommunikationsleiterin Nicole Bänninger.

Doch ganz sollen die süssen Glocken dieses Jahr nicht verklingen. «Alle Mitarbeitenden der TX Group an den drei Hauptstandorten sind zu einem Weihnachtsumtrunk eingeladen. Die Anlässe finden draussen statt. Es gilt die 3G-Regel», so Bänninger. Wer sich auf Corona testen lassen müsse, könne die Kosten via Spesen abrechnen.

Im letzten Jahr, als die Weihnachtsessen coronabedingt ausfallen mussten, haben sich die Tamedia-Bereiche unterschiedlich organisiert. Bänninger: «So gab es zum Beispiel virtuelle Teamessen, wo das Essen nach Hause geliefert wurde, andere haben Geschenke für ihre Mitarbeitenden organisiert oder ihren Teamevent aufs neue Jahr verschoben.»

Gleich ganz auf Schneeflöckchen, Weissröckchen verzichtet wird bei 20 Minuten – und zwar jedes Jahr. «Bei 20 Minuten werden die Mitarbeitenden jeweils zu einer Sommerparty statt zu einem Weihnachtsessen eingeladen», so Eliane Loum-Gräser, Leiterin Kommunikation 20 Minuten, zu persoenlich.com. 2020 habe die Party aufgrund der Pandemie abgesagt werden müssen. Stattdessen hätten alle Mitarbeitenden ein grosses Apéro-Paket nach Hause geschickt bekommen. «2021 konnte die Sommerparty Anfang September bei schönstem Spätsommerwetter draussen und unter Einhaltung der 3G-Regel durchgeführt werden», so Loum-Gräser.

Bei der NZZ wird gefeiert

Alle Jahre wieder werden auch bei der NZZ die Weihnachtsessen grundsätzlich auf Teamstufe organisiert. «In diesem Jahr können die Weihnachtsaktivitäten im geplanten Rahmen stattfinden – natürlich unter Einhaltung der Schutzvorgaben der Gaststätten und Lokale, in denen sie ausgetragen werden», sagt Karin Heim, Leiterin der NZZ-Unternehmenskommunikation. «Wir wissen, dass die Kolleginnen und Kollegen sich sehr auf die Begegnungen und Gespräche im informellen Rahmen zum Jahresende freuen.»

Auch bei der NZZ wurde letztes Jahr aufgrund der Corona-Entwicklungen auf die Austragung von Weihnachtsessen verzichtet. «In der damaligen Situation erschien uns dies das einzig Richtige, um die Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu schützen. Gerade weil es ein herausforderndes Jahr war, war es der Geschäftsleitung aber ein Anliegen, den Mitarbeitenden stattdessen als Dank für die geleistete Arbeit und die erreichten Meilensteine ein Weihnachtsgeschenk zu überreichen», so Heim weiter.

Erklingen die «Jingle Bells» auch bei CH Media? Im letzten Jahr gab es keine Weihnachtsessen. Und 2021? Kommunikationschef Stefan Heini meinte gegenüber persoenlich.com: «Weihnachtsessen sind dieses Jahr bei CH Media unter Auflagen erlaubt.»

SRF fördert das Gemeinschaftsgefühl

Nur leise rieselte der Schnee im vergangenen Jahr auch bei Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Aufgrund der damaligen Pandemielage und aus Sicherheitsgründen fanden keine physischen Weihnachtsanlässe statt. «Viele Teams haben die Weihnachtszeit mit virtuellen Apéros eingeläutet und gefeiert», erinnert sich Daniel Knoll, Stabschef und Chief Security Officer bei SRF.

In diesem Jahr soll bei SRF jedoch wieder physisch gefeiert werden. «Ein Weihnachtsessen für die gesamte Belegschaft ist nicht geplant und entspricht auch nicht der SRF-Tradition», so Knoll. «Solange es die aktuelle Covid-Situation zulässt, finden jedoch – wie auch vor Corona üblich – kleinere Anlässe in den Teams statt. Dies auch im Sinne der Förderung des Gemeinschaftsgefühls nach einem – pandemiebedingt – schwierigen Jahr.» Dazu würden auch gemeinsame Geschäftsessen gehören. Diese Anlässe seien zertifikatspflichtig beziehungsweise würden in Gastronomiebetrieben stattfinden, wo ohnehin die Zertifikatspflicht gelte.



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Kommentare

  • Raphael Weber, 22.11.2021 21:14 Uhr
    Ob es den 10%, welche vor Weihnachten noch die Kündigung erhalten werden, auch so zum Feiern zumute ist?

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