23.06.2005

AZ-Mediengruppe

"Mittelland-Deal" unterschriftsfertig

Publigroupe kommt bei der Aargauer Zeitung zum Zug.

Das Seilziehen zwischen der Espace Media und der AZ Mediengruppe scheint entschieden. Die Solothurner Vogt-Schild-Zeitung will sich gemäss Tages-Anzeiger dem AZ-Verlag anschliessen. Noch seien die Verträge nicht unterschrieben, der Deal aber stehe vor dem Abschluss. Niklaus Studer, Prädident der Gottlieb- und-Hans Vogt-Stiftung, bestätigte auf Anfrage des Tages-Anzeigers, dass die Stiftung die Kooperation mit Peter Wanner abgesegnet habe.

Die beiden Unternehmen sollen sich nach langen Verhandlungen auf folgende Lösung geeinigt haben: AZ-Verleger Peter Wanner vertieft die Partnerschaft mit Solothurn und Olten, um den Verbund der Mittelland-Zeitung -- bestehend aus der Aargauer und Solothurner Zeitung sowie den Tagblättern aus Olten und Zofingen -- zu retten. Deshalb wird sich Wanner an der Sanierung der Solothurner Vogt Schild AG beteiligen, und kooperiert im Druckbereich mit Solothurn. Für den Abschluss des "Mittelland-Deals" bezahlt Wanner indes einen hohen Preis: Neben der Abgabe von Druckaufträgen nach Solothurn muss Wanner die Publigroupe, die mit 35 Prozent bei Vogt-Schild beteiligt ist, an der Inseratepacht beteiligen, heisst es.

Das Nachsehen hat dabei Berner Zeitung-Verleger Charles von Graffenried. Das Kooperationsmodell Bern/Solothurn scheint gescheitert. In Bern versteht man derweil die Ausrichtung der Vogt Schild nach Osten nicht. Poli Stähli, operativer Chef von Graffenrieds sagte gegenüber dem Tages-Anzeiger, dass die Vogt Schild sich entgegen jeder wirtschaftlichen Logik für ein Zusammengehen mit AZ-Verleger Wanner entschieden habe. Denn zum einen hätte das Kooperationsmodell mit Bern das Solothurner Ergebnis „um mehrere Millionen“ verbessert, zum anderen müsse mehr und mehr von einem Wirtschaftraum Bern/Solothurn ausgegangen werden.


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