09.04.2009

Vodafone

Mobilfunkanbieter testet Internet via TV-Frequenzen

Pilotversuch soll Alltagstauglichkeit abklären.

Der Mobilfunker Vodafone hat den Start eines Feldversuchs angekündigt, in dessen Rahmen 100 Haushalte in Baden-Württemberg mit Breitbandinternet über Rundfunk-Frequenzen versorgt werden sollen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit der Landesanstalt für Kommunikation BW getroffen. Verwendet werden dabei die sogenannten "White Spaces", jene Rundfunkfrequenzen, die mit der Abschaltung des analogen Rundfunks frei wurden.

Die Nutzung dieser "digitalen Dividende" wurde bereits von Experten wie auch der Politik zur Versorgung von ruralen Landstrichen gefordert. Vor allem in den USA mit weiten unterversorgten Landstrichen könnte dies eine praktische Möglichkeit für den Vollausbau sein. Aber auch in der EU hat sich Medienkommissarin Viviane Reding für das Rundfunk-Internet ebenfalls zur Versorgung von ländlichen Gebieten stark gemacht.

Der Feldversuch soll Erkenntnisse darüber liefern, welches Potenzial die Funktechnik in der hügeligen Topographie hat, wie sie von den Bürgern genutzt wird und ob es Auswirkungen beim DVB-T- und DVB-C-Fernsehempfang gibt, heisst es in einer Aussendung von Vodafone. Der Test ist zunächst für ein Jahr angelegt. Im ersten Schritt werden 100 Haushalte in den zwei Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim kostenfrei mit Endgeräten ausgestattet. Damit können die Nutzer per Funk mit Datenraten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbps) im Downlink und bis zu 1,4 Mbps im Uplink im Internet surfen. (pte)


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