04.05.2010

Thomson Reuters

Nachwehen der Finanzkrise spürbar

Umsatz des Informationsdienstes leicht geschrumpft.

Der Nachrichten- und Datenanbieter Thomson Reuters hat zum Jahresauftakt die Nachwehen der Finanzmarktkrise zu spüren bekommen. Für das erste Quartal wies der Konzern am Dienstag einen operativen Gewinn im Kerngeschäft von 555 Millionen Dollar aus. Dies war ein Minus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft schrumpfte um Währungseffekte bereinigt um zwei Prozent auf 3,14 Milliarden Dollar.

Damit schnitt das Unternehmen, das 2008 aus der kanadischen Mediengruppe Thomson und dem britischen Nachrichten- und Finanzdatenkonzern Reuters hervorgegangen war, im traditionell schwächsten Quartal des Geschäftsjahres leicht besser ab als von Branchenexperten erwartet.

Thomson Reuters hat wie andere Informations-Dienstleister für Banken, Unternehmen und Medien noch mit den Folgen der Finanzmarktkrise zu kämpfen. Weltweit haben Kreditinstitute und Investmenthäuser massiv Arbeitsplätze gestrichen und Kosten reduziert. Dies dämpft das Geschäft von Thomson Reuters und Konkurrenten wie der US-Agentur Bloomberg, die ihren Kunden neben Nachrichten auch Handelplattformen sowie diverse Datenbanken und Softwareprodukte zur Verfügung stellen.

Thomson Reuters-Chef Tom Glocer bestätigte aber seine Jahresprognose 2010. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem stabilen oder allenfalls leicht fallenden Umsatz. In der zweiten Jahreshälfte sollten die Erlöse jedoch bereits wieder anziehen. (sda)


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