17.01.2006

Springer

Nächster Versuch, Übernahme zu retten

Ministererlaubnis soll Deal noch möglich machen.

Die Axel Springer AG erwägt mit einer Ministererlaubnis die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media AG doch noch zu retten. Nachdem das Bundeskartellamt den Verkauf von ProSieben noch vor Vollzug der Übernahme zur Bedingung gemacht hat, zog Springer sein Angebot den Sender zu verkaufen, zurück. Nun wartet der Verlagskonzern auf die Untersagungsverfügung durch das Kartellamt, die spätestens am 27. Januar fällig ist.

Geprüft werden die zur Verfügung stehenden Rechtsschritte, heisst es in einer Pressemitteilung des Verlags. Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner soll laut der Süddeutschen Zeitung bereits in den vergangenen Tagen Sondierungsgespräche mit Politikern aus Union und SPD über einen Antrag auf Ministererlaubnis bei Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) geführt haben.

Solange kein Antrag vorliegt, sei das Wirtschaftsministerium auch zu keiner Stellungnahme der Übernahmepläne des Verlagshauses bereit, so ein Sprecher gegenüber pressetext. Indes habe Bayerns Ministerpräsident Stoiber seine Unterstützung für einen Antrag auf Ministererlaubnis zugesagt, heisst es in der Süddeutschen. In der SPD-Parteispitze sei man hingegen skeptisch. Die CDU war auf Anfrage von pressetext zu keiner Stellungnahme bereit.


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