06.01.2009

SF

Nahost-Korrespondent André Marty soll auf seinen Schal verzichten

Bitte aus der fernen Schweiz.

Der SF-Korrespondet André Marty befindet sich derzeit an der israelischen Grenze zum Gazastreifen und berichtet täglich über die Kriegsereignisse im Nahost. Sagen darf er jedoch nicht allzu viel, unterliegt er nämlich israelischer Militärzensur. Derartige Beeinflussungsversuche auf die Berichterstattung habe er in seiner Tätigkeit als Journalist noch nie erlebt, sagt er in einem Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz. Eine Anchorwoman des amerikanischen Nachrichtensenders CNN verglich gemäss Marty die herrschende Situation der Medien in Israel gar mit Zuständen in Nordkorea und Burma.

Ganz andere Probleme scheint das Schweizer Fernsehen mit der Berichterstattung ihres Nahost-Korrespondenten zu haben. Ein Halstuch, welches Marty bei einer Fernsehübertragung trug, bereitet Kopfzerbrechen, wie aus dem Blog des Berichterstatters zu entnehmen ist: "Derweil kommt aus der Redaktion in der fernen Schweiz die dringende Bitte, doch auf ein Halstuch zu verzichten, mache mich irgendwie zum Palästinenser, einer meint gar zum Taliban... – Feedback vom Feinsten", so Marty in seinem Blog.


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