10.02.2020

Tamedia

Neuer Leiter für Automated-Journalism-Projekt

Timo Grossenbacher verlässt SRF und startet im Juni beim Bezahlmedienunternehmen der TX Group. Der Datenjournalist soll neue Inhalte im Bereich computerunterstütztem Journalismus entwickeln.
Tamedia: Neuer Leiter für Automated-Journalism-Projekt
Soll bei Tamedia automatisierten Journalismus vorantreiben: Timo Grossenbacher. (Bild: zVg.)

Der Datenjournalist Timo Grossenbacher übernimmt bei Tamedia im Juni 2020 die neu geschaffene Aufgabe als Projektleiter Automated Journalism, schreibt Tamedia in einer Mitteilung.

Der 32-Jährige arbeitet seit 2014 als Reporter bei SRF Data, wo er für mehrere datenjournalistische Publikationen ausgezeichnet wurde. Zuletzt erhielt er 2019 für seinen Artikel «‹Predictive Policing›–Polizei-Software verdächtigt zwei von drei Personen falsch» den deutschen Surveillance-Studies-Preis (persoenlich.com berichtete).

Vor seinem Wechsel zu SRF war Grossenbacher, der unter anderem auch an der Universität Zürich und an der Zürcher Hochschule der Künste lehrt, 2014 bereits einmal für Tamedia tätig. Tamedia experimentiere bereits seit zwei Jahren mit automatisiert erstellten Texten, insbesondere im Bereich Sport und Politik, heisst es weiter.

«In den letzten Jahren haben wir erste Erfahrungen mit computerunterstütztem Journalismus gesammelt», wird Christoph Zimmer, CPO bei Tamedia, zitiert. «Dem Team um Titus Plattner ist es beispielsweise gelungen, erstmals für jede Schweizer Gemeinde einen Artikel zu Abstimmungsergebnissen zu publizieren. Darauf wollen wir aufbauen und mit Timo Grossenbacher neue Inhalte für Bereiche entwickeln, die wir auf herkömmlichem Weg nicht abdecken können.» (pd/wid)

Fehlt im Leutschenbach die Aufbruchsstimmung? Wie schätzt der Experte die internationalen Enthüllungen um Gesichtserkennung ein? Lesen Sie dazu das persoenlich.com-Interview mit Timo Grossenbacher



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Kommentare

  • Rudolf Penzinger, 10.02.2020 10:47 Uhr
    Vieles von dem, was im "Tagi" steht, wirkt heute schon, wie wenn es von Automaten geschrieben worden wäre. Und wie beim "einarmigen Banditen" kassiert Herr Supino, was unten herausfällt.

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