27.02.2021

Watson

Newsportal schreibt erstmals schwarze Zahlen

«Wir können einen kleinen Gewinn verbuchen», bestätigt CEO Michael Wanner gegenüber der NZZ am Sonntag. Möglich wurde dies durch eine Strategieänderung im Inserateverkauf.
Watson: Newsportal schreibt erstmals schwarze Zahlen
2020 schreibt Watson nach sieben Jahren erstmals schwarze Zahlen. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)

Das zu den AZ Medien gehörende Newsportal Watson schreibt zum ersten Mal seit dem Start 2014 schwarze Zahlen. «Wir können einen kleinen Gewinn verbuchen», bestätigt CEO Michael Wanner gegenüber der NZZ am Sonntag. Er wertet dies als besonderen Erfolg, weil im Corona-Jahr 2020 die Inserateeinnahmen der Verlage eingebrochen sind. Möglich gemacht habe dies eine Strategieänderung im Inserateverkauf. Seit Anfang 2019 hat Wanner Watson konsequent zur Marketing-Maschinerie umgebaut. «Wir sind eben nicht nur eine Journalismus-Company, sondern auch eine Marketing-Company», sagt er.

Bereits im September liess Wanner in einem persoenlich.com-Interview durchblicken, dass die Zahlen vielversprechend sind. Auf die Frage, ob Watson den Break-even erreicht habe, wollte er zwar keine Geschäftszahlen nennen. Aber: «Wir sind sehr gut unterwegs, übertreffen unsere Jahresziele und würden nicht expandieren, wenn das Geschäft nicht so gut laufen würde.»

Am Montag startet Watson offiziell mit dem gleichen Konzept in der Romandie (persoenlich.com berichtete). Das französischsprachige Portal wurde bereits am Sonntagabend aufgeschaltet. Ziel ist es, 20 Minuten als nationaler Werbeträger Konkurrenz zu machen. Die Investitionskosten von fünf Millionen Franken werden je zur Hälfte von den AZ Medien und der Stiftung für Medienvielfalt in Form eines Darlehens getragen. (pd/cbe)



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