Der Zentralschweizer Medienkonzern LZ Medien Holding ("Neue Luzerner Zeitung") hat 2008 einen Reingewinn von noch 0,6 Mio. Fr. erwirtschaftet. Das sind 14,3 Millionen weniger als im Vorjahr. Hauptgründe für den Gewinneinbruch sind Buchverluste auf Wertschriften und die Lancierung der Zeitung "Zentralschweiz am Sonntag", wie aus einem Communiqué des Unternehmens vom Mittwoch hervorgeht. Die Dividende wird lediglich von 70 auf 60 Fr. pro Aktie gekürzt.
Den Umsatz konnte die LZ Medien Holding dagegen um 5,5 Prozent steigern auf den Rekordwert von 157,3 Mio. Franken. Neben der neuen Sonntagsausgabe resultiert das Wachstum vorab aus Übernahmen und Neukunden im Bereich Druck und Fachverlage. Der Anzeigenertrag der Zeitungen nahm deutlich ab. Im ganzen Konzern ging der Anzeigenertrag um 2,4 Prozent auf 48,6 Mio. Fr. zurück. Der Abo- und Kioskertrag legte hingegen leicht um 1,1 Prozent auf 39,7 Mio. Fr. zu.
Der Umsatz aus den Geschäftssegmenten Druck und Kalender kletterte um 17,5 Prozent auf 52,5 Mio. Franken. Zulegen konnten auch die elektronischen Medien, und zwar um 7,5 Prozent auf 16,5 Mio. Franken. Während der Betriebsaufwand um 8,5 Prozent auf 144 Mio. Fr. stieg, fiel der Betriebsgewinn (EBIT) um 20,6 Prozent auf 11,6 Mio. Franken. Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 10,7 Millionen und schloss mit einem Defizit von 8,9 Mio. Franken. (sda)

