Tamedia-Ombudsmann Arthur Liener verabschiedete sich im gestrigen "Tages-Anzeiger". In den 12 Jahren seiner Tätigkeit habe er mehr als 1000 Beschwerden gegen Tamedia-Titel behandelt, darüber hinaus aber auch noch bei vielen anderen Sorgen helfen oder vermitteln können, hielt er fest. Der Leserschaft stünden zwar mehrere Möglichkeiten offen, um auf redaktionelle Inhalte zu reagieren - eine davon sei die Ombudsstelle. Diese decke die unscharfe Zone zwischen einem Leserbrief und einer Klage ab, hielt er fest.
Liener kommt zum Schluss, dass die 1998 von Tamedia eingerichtete Ombudsstelle "absolut notwendig" sei. Dies scheint aber seitens Tamedia nicht in Frage gestellt. Mit dem langjährigen "Tages-Anzeiger"-Redaktor Ignaz Staub steht Lieners Nachfolger jedenfalls fest. Die Ombudsstelle ist gemäss Liener von Tamedia unabhängig und nicht weisungsgebunden. Zuständig ist sie für Leser-Beanstandungen an redaktionellen und werblichen Inhalten in Tamedia-Printtiteln und Onlinesites. Zweimal jährlich erstattete er dem TamediaVerwaltungsrat schriftlich Bericht, einmal jährlich auch persönlich in einer VR-Sitzung.

