Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte bei ProSiebenSat.1 um 13 Prozent auf 202 Millionen Euro. Wie der Fernsehkonzern am Donnerstag mitteilte, waren die Gewinntreiber Reise- und Preisvergleichsportale im Internet, das TV-Produktionsgeschäft und wachsende Vertriebserlöse, die der Konzern von Kabelnetzbetreibern bekommt.
Mitte Oktober hatte ProSiebenSat.1 auf Basis vorläufiger Zahlen ein operatives Ergebnisplus von mehr als zehn Prozent angekündigt. Branchenexperten hatten daraufhin mit einem Anstieg um elf Prozent auf 198 Millionen Euro gerechnet. Der Vorstand bekräftigte am Donnerstag seine Ziele für das Gesamtjahr und bis 2018. Der Reingewinn des Konzerns sackte im dritten Quartal allerdings überraschend ab. Grund waren unter anderem eine Abschreibung auf die Beteiligung am Fitnessarmband-Anbieter Jawbone und positive Sondereffekte im Vorjahreszeitraum, die damals das Finanzergebnis gestützt hatten.
Unter dem Strich fiel der Konzerngewinn mit 68 Millionen Euro um sieben Prozent niedriger aus als vor Jahresfrist. Der für die Dividende massgebliche Gewinn vor Sondereffekten stieg dagegen ebenso im Rahmen der Markterwartungen wie der Umsatz. Die Aktien notierten gut zwei Prozent niedriger bei 37,48 Euro. (sda/reu)

