31.03.2009

"Tages-Anzeiger"

Personalabbau und neues Konzept

Nur noch ein Regio­nalbund.

Mit der Ernennung des Chefredaktorduos Eisenhut&Strehle hat Tamedia heute offiziell auch Einblick in die Weiter­ent­wicklung des "Tages-Anzeigers" gewährt. Das neue Konzept sieht vier Zeitungsbünde vor. Der Auftritt der grössten abon­nierten Tageszeitung der Schweiz soll mit einer neuen Gestaltung ab Herbst 2009 "hochwertiger und die Leserführung stark verbessert" werden, steht in einer Mitteilung.

Mit dem neuen Konzept verbunden sei die Anpassung der Kosten­struktur an die in den letzten Jahren deutlich zurück­gegan­genen Werbe- und Vertriebs­erlöse. Die Budget­reduktion soll über Einsparungen in Redaktion und Verlag, in der Produktion durch die Umstellung auf eine Vierbund-Zeitung und die Fokussierung auf redaktionelle Eigen­leistung erreicht werden. Die Budget­reduktion wird zu einem Personalabbau "in noch offener Höhe" sowie Frühpensionierungen führen. Dem Vernehmen nach spekuliert man innerhalb der Redaktion mit dem Abbau von 20 bis 30 Arbeitsplätzen.

Der "Tages-Anzeiger" soll weiter­hin über starke Ressorts sowie ein gut ausge­bautes Korre­spon­den­ten­netz verfügen und gleichzeitig in Zusammenarbeit mit dem Newsnetz und News vermehrt auch die Stärken eines umfassenden Medienverbundes ausspielen. Interessant ist, dass die Regionalisierung des "Tages-Anzeigers" künftig fortgesetzt werden soll. In Zukunft werden jedoch sämtliche regio­nalen Berichte in einem Bund im Hauptblatt zusammengefasst. Über die Einzel­heiten des neuen Konzeptes für den "Tages-Anzeiger" soll im Verlauf des Sommers 2009 entschieden und informiert werden.


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