27.02.2023

Suisse Secrets

Problematisches Verhalten der Bundesermittler

Die Bundesanwaltschaft hat eine Anfrage eines Journalisten erst der Medienstelle der Credit Suisse vorgelegt.
Suisse Secrets: Problematisches Verhalten der Bundesermittler
Die oberste Strafverfolgungsbehörde der Schweiz hat die Grossbank Credit Suisse über eine Medienanfrage informiert. (Bild: Keystone/Michael Buholzer)

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat die Antwort auf eine Anfrage eines Tessiner Journalisten laut Tamedia-Zeitungen erst von der Credit Suisse absegnen lassen. Der Journalist wollte wissen, ob es Ermittlungen gebe zum Datenleck «Suisse Secrets». Der Journalist erfuhr aufgrund des Einwands der Credit Suisse nur, dass Ermittlungen im Gang seien. Die BA verschwieg, dass am Ursprung eine Anzeige der Credit Suisse stand.

Auf Anfrage von Tamedia schrieb die BA, dass ihr die Kommunikationshoheit obliege. Bei der Absprache sei es nicht um ein Einholen des Einverständnisses gegangen. Die BA hat eine Untersuchung über den Datendiebstahl bei der Credit Suisse eingeleitet, nachdem Medien aus aller Welt vor einem Jahr Dokumente veröffentlicht hatten, welche die Bank belasteten.

Der Grossbank CS wurde in den Berichten vorgeworfen, über Jahre Autokraten, Drogendealer sowie mutmassliche Kriegsverbrecher und Menschenhändler als Kunden akzeptiert zu haben. (persoenlich.com berichtete). (sda/cbe)


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