13.12.2005

France Soir

Prominentenappell für Überleben der Tageszeitung

Jeanne Moreau und Alain Delon setzen sich ein.

Die Filmstars Jeanne Moreau und Alain Delon, Modeschöpfer Pierre Cardin sowie die Sängerin Mireille Mathieu zählen zu den zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, die einen Unterstützungsappell für die Pariser Tageszeitung France Soir unterzeichnet haben. Das Blatt wurde Ende Oktober auf Gerichtsentschluss für sechs Monate unter die Aufsicht eines Insolvenzverwalters gestellt, um die Suche nach neuen Investoren zu ermöglichen.

*Heute mehr denn je muss France Soir leben* heisst es in dem Appell, zu dessen weiteren Mitunterzeichnern die Schauspieler Robert Hossein, Francis Huster und Michel Leeb, die Sänger Julien Clerc, Enrico Macias und Francoise Hardy, die Humoristen Karl Zero und Laurent Ruquier, der ehemalige F1-Meister Alain Prost sowie Ex- Geschäftsmann und Ex-Minister Bernard Tapie zählen.

Unterschrieben wurde das Dokument auch von Politikern, so etwa Kommunistenchefin Marie-George Buffet (PCF), UDF-Chef Francois Bayrou, dem Trotzkisten Olivier Besancenot (LCR) und dem sozialistischen Ex-Premier Laurent Fabius.

*Wenn nichts unternommen wird, riskiert die Zeitung eingestellt zu werden*, heisst es in dem Appell, der fortfährt: *France Soir wird aus den Kiosken verschwinden, und die Franzosen werden eine Tageszeitung verlieren, die nicht nur die Geschichte der französischen Presse markiert hat, sondern die auch ein in der ganzen Welt bekanntes nationales Emblem ist.*

Frisches Geld nötig

Um das Blatt zu retten, müssten der franko-ägyptische Geschäftsmann Ramy Lakah, der mit 70 Prozent die Mehrheit der Anteile hält, sowie die italienische Gruppe Poligrafici als Juniorpartner noch einmal frisches Geld zuschiessen.


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