Der Publikumsrat ist weitgehend zufrieden mit der Berichterstattung des Schweizer Fernsehens (SF) vom 27. September über die Bundestagswahlen in Deutschland. Bemängelt wurde jedoch die durch viele Schaltungen zu Live-Interviews entstandene Hektik. Im Grossen und Ganzen aufgegangen sei das Konzept, regelmässig zu den drei Korrespondenten in Berlin zu schalten, emotionale Bilder vor Ort zu zeigen und mit den Studiogästen zu diskutieren. Viele Mitglieder des Publikumsrats störten sich daran, dass die Gesprächsrunde immer wieder sehr ruppig für Live-Interviews unterbrochen wurde.
In den Nachmittagssendungen seien die wichtigen Wahlkampfthemen den Schweizer Zuschauerinnen und Zuschauern verständlich gemacht worden. Allerdings ist es nach Ansicht der Publikumsrats nur halbwegs gelungen, das komplizierte deutsche Wahlsystem zu erklären. Die Diskussionen seien engagiert, pointiert und informativ verlaufen. Geteilt waren im Publikumsrat die Meinungen zu Moderator Stephan Klapproth. Die einen Publikumsräte störte seine Art, die Gäste nicht ausreden zu lassen. Die anderen lobten, er habe vor allem in der Sondersendung ab 21.40 Uhr als souveräner und kenntnisreicher Moderator überzeugt.
Die von SF eingesetzten Grafiken seien "verständlich und hilfreich" gewesen, besser als jene bei den US-Wahlen vor einem Jahr. Lob gab es auch für die animierten Grafiken im Internet. (sda)

