Die Verantwortlichen von Radio Südost, noch ohne Konzession, äussern sich zu den Plänen von Radio Grischa. Trotz fehlender rechtlicher Grundlage hat der Sender ein Gesuch ans Bakom gestellt, im Rahmen einer Übergangslösung einen jährlichen Gebührenanteil von 1,85 Mio. Franken zu erhalten. Dagegen wendet sich Radio Südost im Rahmen der vom Bakom kurzfristigen angesetzten Vernehmlassung. In der Eingabe vom Freitag weist Radio Südost auf die Gefahr hin, dass diese Gelder zur Finanzierung von Tageszeitungen in Graubünden zweckentremdet würden, die im Besitz von Hanspeter Lebrument seien.
Stefan Bühler, Mitinitiant von Radio Südost, sagt: "Hanspeter Lebrument hat am letzten Sonntag gedroht, ohne Konzession für Radio Grischa zwei seiner kleineren Zeitungen einzustellen. Wir sind nicht dagegen, dass Radio Grischa bis zum definitiven Entscheid aufgrund der alten Konzession weitersenden darf. Hingegen ist Radio Südost erstaunt, dass sich im Gesuch von Radio Grischa kein einziger Hinweis dafür findet, wofür die 1,85 Millionen Franken pro Jahr zur Verbesserung des Radios eingesetzt werden sollen."
Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits zweimal ähnliche Gesuche von Radio Grischa abgelehnt. Dasselbe Bundesverwaltungsgericht hat im Dezember 2009 die Konzession von Radio Grischa aufgehoben und eine Neubeurteilung durch das Bakom verfügt, in der allein die Fragen der marktbeherrschenden Stellung und ihres Missbrauchs durch die Lebrument-Gruppe beurteilt werden sollen.

