Nachdem es seit über einem Monat auf den Frequenzen des Radioprojekts Power FM wieder rauscht, sind nun die Zahlen des Senders veröffentlicht worden. Diese haben bei den Radiomachern Erstaunen ausgelöst.
Sowohl bei der durchschnittlichen Tagesreichweite als auch bei den Spitzenwerten weisst die Studie der PublicaData über einen Drittel mehr Zuhörerinnen und Zuhörer als 2003 aus. Konkret heisst das, dass gegen Ende des Projekts bis zu 96'200 Personen den Sender täglich einschalteten. Durchschnittlich waren es 33'600 Menschen pro Tag welche das Programm mitverfolgten.
Dieser Wert wurde über die 30 Sendetage ermittelt. "Bedenkt man, dass wir ein sehr kleines Werbebudget hatten und es somit recht lange ging, bis die Bevölkerung überhaupt wusste, dass wir auf Sendung sind, sind diese Zahlen doch sehr erstaunlich", kommentiert Mario Gutknecht, Projektleiter des Power FMs, die Studie.
Die Einschaltquoten wurden in erster Linie erhoben, um potenziellen Werbe -und Sponsoringkunden zu zeigen, dass der Sender auch gehört werde, erklärt Gutknecht. Da die Zahlen nun die Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen hatten, müsse man eine Standortbestimmung vornehmen. Eine Dauerkonzession sei vor allem ein politischer Entscheid, auf den die Macher des Power FMs keinen Einfluss haben. Zudem steht die Revision des Radio/TV-Gesetztes an und bis diese in Kraft gesetzt wird, werden sowieso keine neuen UKW-Konzessionen vergeben.
Einen direkten Einfluss werden die Zahlen aber sicher auf das Programm eines kommenden Projektes haben. Besonders die Mitarbeiter in der Tagesschicht sollen besser geschult werden. Eine vermehrte Zusammenarbeit mit Kanal K im Ausbildungsbereich wären sicher ein gangbarer Weg, sagt Gutknecht. Damit könnte nebst der höheren Programmqualität und der damit verbundenen gesteigerten Akzeptanz bei den Hörern auch die Chancen der Jugendlichen erhöht werden, bei einem "grossen Sender" eine Stelle zu finden.

Das Moderationsteam von Power FM.

