Die deutsche Presse fühlt sich durch die Ermittlungen gegen zwei Journalisten des Magazins Cicero in der verfassungsmässig garantierten Pressefreiheit eingeschränkt. Düpiert fühlt sie sich vor allem von Bundesinnenminister Otto Schily, aus dessen Ministerium die Ermittlungen ausdrücklich angeordnet wurden, wie Spiegel Online berichtet.
Doch nicht nur die Presse übt Kritik. Die Affäre um die Cicero-Ermittlungen wird nun zum politischen Vorgang. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse genehmigte offiziell eine Sondersitzung des Innenausschusses zu dem Thema. Diese Befragung wurde von der FDP gefordert, welche eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle um die Razzia beantragte.
Aber auch aus der eigenen SPD-Fraktion würden Schily unangenehme Fragen drohen. Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD hatte die Aktion wiederholt als "unverhältnismässig" gegeisselt, so Spiegel Online.

