CNN International hat Rebecca Gudisch als "Journalist of the Year" ausgezeichnet. Mit ihrer TV-Reportage "Kindersklaven" setzte sich die 30-Jährige WDR-Journalistin gegen mehr als 350 Bewerber aus drei Ländern durch. Getarnt als deutsche Importeurin illustriert Gudisch die Verkettungen von Kinderarbeit in Indien und zeigt, wie auch europäische Unternehmen und Konsumenten von der Zwangsarbeit von Kindern in Indien profitieren. Uli Baur, Chefredakteur von "Focus" und Jurymitglied, über die Entscheidung: "Rebecca Gudisch hat eine Geschichte aufgerissen, durcherzählt, die Leute emotionalisiert. Das ist großartig!"
CNN hat den Preis zum fünften Mal vergeben, wie es in einer Mitteilung des Nachrichtensenders heisst. Die insgesamt fünf Preisträger wurden bei der festlichen Veranstaltung im GOP Varieté in München vor prominenten Gästen aus Medien, Kultur, Politik und Wirtschaft geehrt. Jeder Kategoriesieger erhielt neben der Trophäe einen Scheck über 1'000 Euro. Gudisch darf sich ausserdem über eine Einladung zu einem Stipendium im CNN-Headquarter in Atlanta freuen. Dort wird sie an einer Fortbildung für junge Journalisten teilnehmen und den grössten internationalen Nachrichtensender von innen kennenlernen.
Der "CNN Journalist Award" ist der Nachwuchspreis für Auslandsjournalismus von CNN International. Damit will der Sender junge Talente entdecken und fördern. Teilnehmen können Journalisten, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ihrer Beiträge nicht älter als 34 Jahre waren. Heute wird der Award in Afrika und Lateinamerika sowie im deutschsprachigen Raum Europas verliehen. Prämiert werden herausragende Print-, Radio-, TV- und Online-Beiträge von Nachwuchsjournalisten. Neben Preisträgern in den einzelnen Kategorien wird ein Gesamtgewinner als "CNN Journalist of the Year" geehrt.

