Mit der Fusion von Multimedia und TV in der Redaktion "Tagesschau" will das Schweizer Fernsehen einen konsequenten Schritt in Richtung SF-interne Medienkonvergenz machen. Seit Anfang Jahr gehören die Multimedia-Newsjournalistinnen und -journalisten formell zur Redaktion "Tagesschau" -- vorher waren sie dem Multimediazentrum MMZ in der Abteilung Kommunikation+Marketing unterstellt.
Eine Projektgruppe hat nun Grundlagen für die praktische Umsetzung der Fusion erarbeitet, wie aus dem Newsletter SRG Inside hervorgeht. Ziel sei es, dass mittelfristig grundsätzlich alle Journalistinnen und Journalisten mit beiden Medien vertraut sind und produktiv eingesetzt werden können: Die Online-Journalisten sollen die Grundlagen des TV-Handwerks kennen, während umgekehrt die TV-Journalisten schrittweise lernen sollen, multimediale Inhalte zu produzieren.
Ein weiteres Fusionsziel ist es, Doppelspurigkeiten auszumerzen: Es soll möglichst vermieden werden, dass mehrere Personen die gleichen Inhalte bearbeiten. Vor allem bei der Produktion von Video-News, dem eigentlichen Kerngeschäft der "Tagesschau", gebe es ein beträchtliches Synergiepotenzial.
Die Projektgruppe hat auch eine ganze Reihe von Optimierungsmassnahmen für den Online-Auftritt erarbeitet. Unter dem Strich soll das Multimedia-Angebot auf www.tagesschau.tv aufgewertet und verbessert werden, ohne dass allerdings die Qualität der TV-"Tagesschau" darunter leidet. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, werden mehrere Dienste und Funktionen in der «Tagesschau» neu organisiert und definiert. Ab Herbst soll nach den neuen Dienstplänen gearbeitet werden.

