Ägyptische Zensoren haben den Verkauf der aktuellen Ausgabe des Newsmagazins Cairo gestoppt. Grund dafür ist ein Cover, auf dem zu sehen war, wie Sicherheitskräfte in Zivilkleidung friedliche pro-demokratische Demonstranten attackieren wollten.
Es ist bereits das dritte Mal innerhalb von drei Monaten, dass die Behörden das englischsprachige Magazin an der Publikation behindern, berichtet der Guardian. "Sie geben nicht wirklich einen Grund für ihre Entscheidungen an", sagt Matthew Carrington, Herausgeber von Cairo.
Seit der ägyptische Präsident Hosni Mubarak unter kräftigem Druck von aussen zugestimmt hat, für die Wahlen im kommenden Monat mehr als einen Kandidaten antreten zu lassen, werden mögliche Oppositionsgegner und Demonstranten regelmäßig attackiert. Die Regierung setzt Zensur und Manipulation der Medien fort. Die Massnahmen kosteten Auflage, gleichermassen wie Ansehen in der Öffentlichkeit, klagt Carrington.

