22.05.2003

SRG idée suisse Deutschschweiz

Regionalrat genehmigt Geschäftsbericht

Zufriedenheit mit dem Geschäftsjahr 2002 -- Bedenken wegen dem neuen RTVG.

Der Regionalrat der SRG Deutschschweiz hat den Geschäftsbericht 2002 und die Jahresrechnungen der beiden Unternehmenseinheiten Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen DRS genehmigt. Vorgelegt wurden Bericht und Rechnungen vom Regionalratsausschuss, dem Verwaltungsrat von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen DRS.

Im Geschäftsbericht der SRG idée suisse Deutschschweiz ziehen die Verantwortlichen von Schweizer Radio DRS und Schweizer Fernsehen DRS eine positive Bilanz über das Geschäftsjahr 2002. Markterfolg und Reputation beider Unternehmen sind anhaltend gross. Die Rechnungen schliessen positiv.

Die Marktanteile von SR DRS sind gemäss eigenen Angaben auf 60 Prozent gestiegen, jene von SF DRS auf über 35 Prozent, am Abend sogar auf über 44 Prozent. SR DRS erzielte einen Überschuss von 0.7 Mio. Franken (Vorjahr: 1.5 Mio. Franken). Der Betriebsertrag stieg dabei um 5.4 Mio. Franken auf 186.2 Mio. Franken, der Betriebsaufwand um 6.2 Mio. Franken auf 185.5 Mio. Franken. SF DRS brachte es -- auch dank des positiven Finanzergebnisses von 1.6 Mio. Franken -- auf ein Plus von 1.4 Mio. Franken (Vorjahr: 5.9 Mio. Franken). Der Betriebsertrag verminderte sich dabei um 6.9 Mio. Franken auf noch 495.2 Mio. Franken, der Betriebsaufwand um 2.1 Mio. Franken auf noch 495.4 Mio. Franken.

Getrübt wird der Blick in die Zukunft durch die RTVG-Revision. Statt wie angekündigt den Service public zu stärken, so Präsident Hans Fünfschilling, droht das neue Gesetz, die gute Idee ins Gegenteil zu verkehren. Die SRG SSR habe weniger Freiraum als frühere Regiebetriebe des Bundes. Sie könne kaum noch strategische Weichen stellen, ohne die Zustimmung des Bundesrates oder der Verwaltung einzuholen.


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