Die Umsätze der deutschschweizer Buchhändler sind im letzten Jahr um 2.6 Prozent gestiegen. Die Rentabilität ist aber weiter gesunken, wie der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) am Freitag zu einer Umfrage mitteilte. Die Umsatzsteigerung sei vor allem auf den Erfolg der buchnahen Produkte wie CDs oder DVDs zurückzuführen, erklärte Umfrageleiter Thomas Zellweger auf Anfrage. Zu berücksichtigen sei zudem, dass per 1. Mai 2002 eine Preissenkung von 4 Prozent bei den aus Deutschland importierten Bücher erfolgt sei.
Die Umfrage der Universität St. Gallen von diesem Sommer erfasste 45 Deutschschweizer Buchhandlungen. Das sind 10.5 Prozent aller Buchhandlungen in der Deutschweiz, welche 21.6 Prozent des dortigen Marktvolumens abdecken. Laut SBVV ist die Aussagekraft der Umfrage als hoch einzuschätzen, weil damit wichtige kleine bis grosse Marktteilnehmer erfasst wurden.
Die Rentabilitätssituation der meisten Betriebe ist angespannter denn je, wie es weiter heisst. Die Umsatzrendite sei in den letzten drei Jahren kontinuierlich gesunken und auf dem sehr tiefen Niveau von einer Umsatzrendite von 0.2 Prozent angelangt. Vor allem mittelgrosse Buchhandlungen in Städten litten darunter. Laut Zellweger liegt das Problem darin, dass viele -- vor allem kleine -- Buchhändler zu wenig differenziert sind, um sich im verstärkten Wettbewerb behaupten zu können. Immerhin scheine die Liquiditätssituation recht komfortabel. Laut Mitteilung weist die Hälfte der Befragten einen Eigenfinanzierungsgrad von über 41 Prozent aus. Die Fixkostenstruktur sei über die Jahre praktisch konstant geblieben.

