17.01.2005

"MusicStar"

Respekt hat nicht gereicht

Endstation für Dominic Wohlgemuth.

Er sang es und die Jury hatte ihn: Respect. Trotzdem bedeutete die zweite Finalsendung von "MusicStar" für Dominic Wohlgemuth Endstation. Zusammen mit Valentina Breite erhielt er von den Zuschauern am wenigsten Stimmen. Valentina wurde aber von den übrigen Kandidaten mit dem Friendship-Ticket in den Kreis der Finalisten zurückgeholt.

Chris von Rohr schien es prophetisch zu ahnen, als er nach Dominics Darbietung des Aretha Franklin Klassikers urteilte: "Du passt nicht in diese Showwelt. Du hast als Architekt eine grössere Zukunft."

Die Jury zeigte sich zahmer als auch schon. Die Urteile "geil" oder gar "supergeil" waren mehr als einmal zu hören. Oft wurde den Kandidaten auch bescheinigt, dass sie sich auf gutem Weg befinden. Es gab natürlich auch die obligat kreativen Kritiken.

So amüsierte sich Chris von Rohr sehr über Davide Alvianos Auftritt. Seine Bewegungen erinnerten den Juror aber eher ans "Rosalicht-Milieu". Mia Aegerter zeigte sich vom Hüftschwung des 23-jährigen angetan und Detlef D! Soost in seiner direkten Art fand ihn "echt ne geile Sau".

D! versuchte sich auch als Mediziner und stellte bei der Diagnose von Lotti Happles Performance "körperliche Schizophrenie" fest. Ihre Mimik sei genial, nur müsse der Rest des Körpers dem Kopf noch folgen.

Weiter um den "MusicStar"-Titel singen damit Claudia, Daniel, Lotti, Jesse, Salome, Julien, Valentina und Davide. Die nächsten Auftritte und Diagnosen gibts am nächsten Sonntag

Hinter den Kulissen

Wer entscheidet eigentlich darüber, wer jeweils zu den glücklichen 700 Zuschauern gehört, die "MusicStar" live im Saal mitverfolgen können? Es ist Maurizio Tondolo, der für das Ticketing verantwortlich ist. Er teilt den Angehörigen der Kandidaten, den VIPs und Gewinnern von Verlosungen die Plätze zu und hat die Übersicht darüber, wieviele Tickets in den Verkauf kommen.

Er sorgt auch dafür, dass jeder Kandidat sein Fangrüppchen im Saal hat. So stehen jedem für die Familie fünf, für die Fans 25 Tickets zur Verfügung. Sind die Fans aber während der Sendung etwas zu enthusiastisch könnten sie ungewollt wieder an Maurizio Tondolo gelangen. Er ist nämlich neben dem Ticketing auch für die Sicherheit zuständig. Bis jetzt musste aber nur zur Ruhe gemahnt -- die Lautstärke betrug schon 108 Dezibel -- und Verwarnungen ausgesprochen werden.

Beim Ticketing wie bei der Sicherheit ist die Vorarbeit entscheidend. Je besser Koordination und Organisation, desto einfacher die Arbeit am Sendetag. Für die Sicherheit ist es zudem wichtig, dass die Disposition aufgrund von Erfahrungen aus den Sendungen immer wieder optimiert wird. Während der Sendung gilt dann: Party ja, aber in geregelten Bahnen.

Ins Schwitzen gerät Maurizio Tondolo aber eigentlich nur in den 30 Minuten vor der Sendung. Erst dann zeigt sich, welche Plätze im vorderen Teil frei bleiben und noch gefüllt werden müssen. Da kann es schon mal hektisch werden, denn bei Sendebeginn muss er damit fertig sein. Beginnt die Sendung, hat der Ticketingverantwortliche Feierabend, als Verantwortlicher für die Sicherheit bleibt Maurizio Tondolo aber bis zum Schluss im Einsatz.

(Bericht: Stefan Wyss).

Valentina Preite und Dominic Wohlgemuth vor der Entscheidung (Foto: SF DRS/Christian Lanz).


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