Es war richtig, dass sich das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis im Vorfeld der Bundesratswahlen vom 10. Dezember Zurückhaltung auferlegte, am Wahltag selber aber voll auf die regionalen Aspekte der Wahl setzte, um dann wieder rasch zum courant normal zurückzukehren. Diese Auffassung vertritt die Programmkommission RGB auf Grund einer intensiven Programmbeobachtung und einer Aussprache mit dem Leiter des Regionaljournals, Peter Brandenberger. Beinahe uneingeschränktes Lob fand die Berichterstattung am Wahltag selber und an den folgenden Tagen.
Dass das Regionaljournal die Bundesratswahlen als nationales Ereignis einstufte und nur dort auf sie einging, wo regionale Aspekte wichtig waren, fand an der PK-Sitzung vom 18. Dezember die Zustimmung der Programmkommission. Die überwiegende Kommissionsmehrheit attestiert dem Regionaljournal, dass es im Vorfeld der Wahlen überall dort gehandelt hat, wo es aus regionaler Sicht sinnvoll war. Nach Auffassung einer kleinen Minderheit hätte sich die Hörerschaft gewünscht, dass etwas mehr auf die amtierenden Bundesräte und die Bundesratskandidatin aus unserer Region eingegangen worden wäre. Beinahe uneingeschränktes Lob fand die Berichterstattung am Wahltag selber und an den folgenden Tagen. Dem "Regi" sei es gelungen, stellt die Programmkommission fest, die regionalen Aspekte umfassend und auf interessante Art und Weise abzudecken.
Nicht voll zu überzeugen vermochte die Kommission die Art und Weise, wie die sprachregionale Sendung "Schweiz aktuell" auf SF DRS1 die Bundesratswahlen behandelte. In der Kommission herrscht der Eindruck vor, dass die Bundesratswahlen zu stark aus der Optik Zürich -- Ostschweiz angegangen wurden und die Region Bern Freiburg Wallis zu wenig in die Überlegungen einbezogen wurde. Die Programmkommission wird sich dieser "regionalen Frage" 2004 auf einer grundsätzlichen Ebene annehmen.

