Im Zuge der Berichterstattung über den Konflikt um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen haben nun auch mehrere europäische Zeitungen die Karikaturen veröffentlicht. Auf der Titelseite von France Soir hiess es: "Ja, wir haben das Recht, Gott zu karikieren." Gedruckt wurden sämtliche zwölf umstrittene Karrikaturen.
Auch deutsche Tageszeitungen haben am Mittwoch die Karikaturen abgedruckt. Die Welt mit Roger Köppel als Chefredaktor machte ihre Mittwochausgabe auf der ersten Seite mit einer Karikatur auf und druckte weitere im Innenteil ab.
Der Deutsche Journalistenverband hat die Veröffentlichung in deutschen Zeitungen kritisiert. Veröffentlichungen in Wort und Bild, die das sittliche oder religiöse Empfinden verletzen können, seine mit der Verantwortung der Presse nicht zu vereinbaren. Die Welt hätte sich laut Journalistenverband mit der Veröffentlichung einer Karikatur begnügen können, um den Lesern zu zeigen, um was es ginge. Beim deutschen Presserat ist man zurückhaltender, wie die Netzeitung berichtet. Man werde Beschwerden, sofern sie eingingen, prüfen.
Proteste dauern an
Die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen schlägt weiter hohe Wellen. Nach den massiven Aktionen arabischer Regierungen sowie Demonstrationen hatte sich die dänische Zeitung Jyllands-Posten und der dänische Regierungschef Anders Fogh Rasmussen für die Publikation entschuldigt, um die erhitzten Gemüter zu beruhigen ("persoenlich.com berichtete).
Vertreter der Islamischen Gemeinde in Kopenhagen sagten, sie seien mit den Erklärungen von dänischer Seite zufrieden. Sie wollten sich nun gemeinsam mit Regierung und Medien in arabischen Ländern um eine Beruhigung der Gemüter bemühen. Die Lage schien sich zu entspannen.

