22.11.2016

US-Wahlen

Roger Köppel attackiert den «Spiegel»

Der SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger kritisiert die deutschen Medien wegen der Trump-Berichterstattung.
US-Wahlen: Roger Köppel attackiert den «Spiegel»
Er rechnet mit der Trump-Berichterstattung ab: Roger Köppel (Bild: rogerköppel.ch)

Harte Worte von «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel gegenüber den deutschen Medien: Der SVP-Nationalrat beanstandet auf dem deutschen Medienportal Meedia.de die Berichterstattung über die US-Wahlen und den Wahlsieger Donald Trump. Gemäss Köppel hätten die Medien «total versagt, vor allem die amerikanischen, aber auch die deutschen». Die Medien, so der «Weltwoche»-Verleger, sollten berichten, nicht Wahlkampf betreiben. Dies hätten sie aber «krampfhaft» getan.

Köppels Fazit: «Wie peinlich. Die Leute, die vom Versprechen an die Leser und Zuschauer leben, sie würden den Leuten die Wirklichkeit erklären und selber die Wirklichkeit verstehen, haben systematisch an der Wirklichkeit vorbeipubliziert.»

«Mit Journalismus nichts mehr zu tun»

Am schlimmsten sei aber die Wahlberichterstattung des «Spiegel» gewesen, so Köppel. Das habe mit Journalismus nichts mehr zu tun. «Zuerst war Trump ein Wahnsinniger, jetzt ist er auf dem Cover eine Super Nova, ein Feuerball, der die Erde vernichtet. Das ist nicht nur dumm. Dahinter steckt vor allem die hochnäsige, ja hasserfüllte Verachtung eines einwandfreien demokratischen Volksentscheids, der Trump ins Amt brachte. Der Spiegel ist heute ein Sturmgeschütz gegen die Demokratie, gegen das Volk.» (ma)


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KOMMENTARE

Luciano Gloor
24.11.2016 10:45 Uhr
Wäre interessant zu lesen wie Herr Köppel einen einwandfreien demokratischen Volksentscheid kommentieren würde, wenn er in der Schweiz mit analogen Verhältnissen zustande kommen würde. In den US-Wahlen steht der Sieger derzeit bei 62 Mio Stimmen, die Verliererin bei 64 Mio. Mal sehen, wie das Wahlkollegium entscheidet...
Christian Spörri
23.11.2016 19:00 Uhr
Herr Köppel kritisiert andere Zeitschriften. Es wäre vielleicht besser, wenn er mal schauen würde, dass sein rechtspopulistisches Blatt, die Weltwoche keine Feuerbälle gegen die Schweizer Demokratie zündet. Er vergisst, dass er mit dem Besen erst mal vor seiner Haustüre wischen muss.
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