06.11.2009

Radio 1

Roger Schawinski über Ringiers RMC-Kauf

"Schwer vorstellbar, dass das UVEK einem solchen fragwürdigen Handel zustimmt."

Der UKW-Handel zwischen Giuseppe Scaglione und Ringier beschäftigt die Zürcher Radioszene. Radio-1-Chef Roger Schawinski äussert sich zum fragwürdigen Deal per Mail:

"Dies wäre der erste Fall von reinem Radio-Konzessionshandel in der Schweiz. Bisher wechselten nur funktionierende Radiostationen ihren Besitzer. Da dieser Verkauf zudem direkt nach einem äusserst aufwändigen, beinahe zweijährigen Verfahren an einen gescheiterten Bewerber erfolgen würde, ergeben sich grundsätzliche Fragen. Etwa, ob Radio Monte Carlo eine kostenlose Radiokonzession unter falschen Angaben erschlichen hat, um sie später meistbietend zu verkaufen. So übernimmt jeder Sender mit der Annahme der Konzession eine Betriebspflicht.

Diese hat Radio Monte Carlo auch ein ganzes Jahr nach Konzessionserteilung nicht erfüllt. Monte Carlo hat die im Gesuch zugesagten Investitionen nicht getätigt, sondern offensichtlich den Ausgang des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht über die Verteilung der anderen Zürcher Konzessionen abgewartet, um dann mit dem Verkauf an den Verlierer einen risikolosen Millionengewinn zu erzielen. Es ist deshalb schwer vorstellbar, dass das UVEK einem solchen äusserst fragwürdigen Handel zustimmt."


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