02.11.2005

Mord an Van Gogh

Rolle der Medien untersucht

Niederländische Zeitungen haben ausgeglichen berichtet.

Vor einem Jahr wurde der niederländische Regisseur Theo van Gogh ermordet. Zum Jahrestag legt die Universität Amsterdam eine Studie zur Rolle der Medien vor, wie die Südostschweiz berichtet. Die Zeitungen in den Niederlanden hätten weniger polarisiert und Moslems weniger negativ dargestellt, als dies oft unterstellt worden sei, so die Autoren Maarten Hajer und Justus Uitermark.

Über moslemischen Antisemitismus wurde ebenso berichtet wie über die Diskriminierung von Moslems. Die Radikalisierung von Moslems ist beschrieben worden, ohne dem Islam selbst die Schuld dafür zu geben, heisst es in der Studie.

Diese Haltung der Medien ist nicht allen recht. So wirft die liberale Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali den Medien Selbstzensur vor. Die Journalisten hätten zu sehr Angst, die religiösen Gefühle anderer zu verletzen. Hirsi Ali hatte am islamkritischen Film van Goghs mitgearbeitet und steht seit dem Mord unter Personenschutz.


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